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Pressemitteilung Main-Taunus-Kreis, Hofheim, 21. September 2005
MTK und AEG SIGNUM eröffnen Bildungszentrum in Hofheim
Hielscher: „Perspektive für 81 junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt“
„Mit der Eröffnung des Bildungszentrum AEG SIGNUM in Hofheim wird in diesem Ausbildungsjahr 81 jungen Menschen eine neue Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnet“, freut sich der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent des Main-Taunus-Kreises, Hans-Jürgen Hielscher. „Wir tun alles, damit die Jugendlichen den Start in ihr Erwachsenenleben nicht mit einer Arbeitslosenkarriere beginnen“, so Hielscher weiter. Berufliche Qualifikationen und gute Ausbildungsabschlüsse seien dafür eine unverzichtbare Grundlage. „Wir haben heute unserer Palette der Förderungen einen weiteren Baustein hinzugefügt.“
Seit dem 1. September 2005 erhalten 49 junge Menschen, die bisher Leistungen nach dem Arbeitslosengeld II bezogen, eine überbetriebliche, gewerblich-technische Ausbildung in dem neuen Bildungszentrum in Hofheim in der Reifenberger Straße. Weitere 32 junge Hilfeempfänger nehmen an einer einjährigen Berufsvorbereitungsmaßnahme teil und verbessern durch die Qualifikationen, die sie dadurch erwerben, ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.
„Dies ist eine effektive Ausbildungsoffensive, die ihren Namen auch verdient“, unterstreicht Hielscher. Trotz der prekären Ausbildungssituation sei es gelungen, junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren von der Straße zu holen und eine sinnvolle Berufs- und Lebensperspektive zu eröffnen.
Der Main-Taunus-Kreis hat im Rahmen eines Modellprojektes die AEG SIGNUM beauftragt, überbetriebliche Ausbildungsplätze und Berufsvorbereitungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche, die finanzielle Leistungen von der Job-Offensive des Sozialamtes erhalten, anzubieten. Dadurch stehen jetzt mindestens 50 Ausbildungsplätze und 60 Plätze bei den berufsvorbereitenden Maßnahmen zur Verfügung. Die monatlichen Kosten in Höhe von 550 Euro pro Ausbildungsplatz und 460 Euro pro Berufsvorbereitungsmaßnahme werden aus Mitteln des Eingliederungstitels des Bundes finanziert.
Die Qualifikations- und Ausbildungsangebote seien mit der Industrie- und Handelskammer und der Kreishandwerkerschaft im Hinblick auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes abgestimmt worden und werden von diesen unterstützt, so Hielscher. Nur über eine gute und bedarfsgerechte Ausbildung sei eine Integration in den Arbeitsmarkt möglich. Obwohl das Ausbildungsjahr bereits begonnen habe, bleibe das Angebot im Bildungszentrum Hofheim für jüngere Hilfeempfänger ohne Ausbildung noch einige Wochen offen.
„Der Bund ist aufgerufen, beim Beleben des Wirtschaftsstandorts Deutschland mehr für den Nachwuchs zu tun und Ausbildungsplätze zu schaffen“, fordert Hielscher. Im Main-Taunus-Kreis beziehen zur Zeit 450 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. „Diesen Menschen wollen wir zeitnah eine Berufsausbildung anbieten“, so Hielscher weiter.
Der Kreis hat bereits in der Vergangenheit zusammen mit der AEG SIGNUM eine Ausbildung zum Call Center Agent für Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger erfolgreich durchgeführt. Die Hilfeempfänger wurden nach abgeschlossener Ausbildung direkt vom Möbelriesen IKEA oder von anderen Unternehmen in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. In einer derzeit laufenden Schulung werden 34 Hilfeempfänger zu Call Center Agents ausgebildet.
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