| Universalsteuerung für CNC-Maschinen und Roboter
TFH und AEG SIGNUM entwickeln gemeinsam Prototypen mit großem
Marktpotenzial bei mittelständischen Unternehmen
Viele mittelständische Fertigungsbetriebe und Ausbildungseinrichtungen stehen heute aufgrund der fehlenden Mittel vor dem Problem, dass die notwendigen Investitionen in einen modernen Maschinenpark nicht durchgeführt werden können. Die CNC-Maschinen und Roboter sind zwar häufig noch einsetzbar, die Steuerungssysteme sind aber inzwischen völlig veraltet. Teilweise sind die Hersteller dieser alten Steuerungssysteme nicht mehr am Markt tätig und können keinen Service leisten.
Das Labor für Automatisierung der TFH-Berlin unter Leitung von Prof.
Dr.-Ing. Richard Wambach entwickelte in Kooperation mit der AEG-SIGNUM eine modulare Universalsteuerung, mit der bestehende Steuerungen ersetzt werden können.
»Ausgangspunkt war die Idee, gemeinsam mit den Studierenden einen Roboter selbst zu bauen. Dann hat noch die Steuerung gefehlt und wir mussten uns etwas einfallen lassen.«
»Da wir die Steuerung auch noch für ähnliche Projekte einsetzen
wollten, wurde daraus bald eine echte Universallösung,« fasst Prof.
Wambach die ungewöhnliche Entwicklung zusammen.
Zur Zeit existiert ein Prototyp, der beim Bildungszentrum Berlin der
AEG SIGNUM unter Leitung von Dipl.-Ing. Wachsmuth auf Alltagstauglichkeit
getestet wird. Die AEG SIGNUM bietet mit Ihrer überbetrieblichen
Lehrlingsausbildung eine ideale Plattform für das Projekt. Zur Ausbildung
von Mechatronikern wird eine Montagestraße verwendet, die mit einer
Vielzahl von Montagerobotern, busfähigen SPS-Steuerungen und Sensoren
ausgestattet ist. An dieser Montagestraße wird die entwickelte modulare
Universalsteuerung eingeführt und erprobt.
Wenn sich die Steuerung im Probebetrieb bewährt, könnte sich aus dem
Projekt ein hochinteressantes Produkt mit großem Marktpotenzial
entwickeln. Denn das Problem führt bei älteren Anlagen oft zum Ausfall
der Hardwarekomponenten. Aufwändige Reparaturen mit Fertigungsstillstand sind
die Folge. Bei einem Systemwechsel wird der Anwender vor schwer lösbare
Aufgaben gestellt, da die über Jahre entwickelte Anwendersoftware auf
neuen Systemen nicht mehr lauffähig ist. Das bedeutet für den Anwender
die Neuprogrammierung seiner Anwendersoftware, was einen enormen Personal-
und Kostenaufwand erfordert.
Die Hard- und Software der Universalsteuerung kann an die
verschiedensten CNC-Maschinen und Robotersysteme flexibel angepasst
werden. Die Kompatibilität zu den Schnittstellen und zur Anwendersoftware
wird dabei hergestellt. Die Hardware der Steuerung besteht aus einer
sechslagigen Leiterplatte, die mit allen üblichen Schnittstellen
ausgerüstet ist.
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