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Hofheim, 11. Oktober 2006
"Der Arbeitslosigkeit den Zugang abschneiden", war Inhalt eines
Gespräches, das die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger
(CDU) im Hofheimer Bildungszentrum der AEG SIGNUM führte.
Eines haben die Jugendlichen, die jetzt einen Ausbildungsplatz gefunden
haben, gemeinsam: Ihre Chancen eine Ausbildungsstelle auf dem normalen
Ausbildungsmarkt zu erhalten, sind auf Grund multipler
Vermittlungsbarrieren sehr gering.
"Unsere Jugendlichen dürfen keine weiteren Stigmatisierungen erfahren",
rückt Geschäftsführer Tom Windschild zurecht. "Unsere jungen Leute
brauchen mehr Zeit als andere, oder sie werden ihr ganzes Leben von
Transferleistungen abhängig sein". Weiterhin warnt er davor, übliche
Maßstäbe bei diesen Jugendlichen anzulegen, wo es häufig zunächst einmal
darum ginge, grundlegende Kulturtechniken zu vermitteln, da diese
entweder nie gelernt oder auf Grund biografischer Erlebnisse verschüttet
worden sind. Gerade deshalb werde mit jedem Jugendlichen ein umfassendes
Tiefenprofiling erstellt, um die individuellen Stärken und Schwächen zu
analysieren und um die in der Vergangenheit begründeten Verhaltensmuster
zu erkennen. "Aus langjähriger Erfahrung", berichtet Windschild, "wissen
wir, dass nur so eine realistische Chance besteht, die Jugendlichen
erfolgreich durch ihre Ausbildung zu bringen".
"Wir sind froh, mit AEG SIGNUM einen Partner gefunden zu haben, dessen
Erfolgszahlen weit über der gewohnten Quote liegen", kündigte
Hans-Jürgen Hielscher (FDP), Sozialdezernent des Kreises, die
Fortführung dieser intensiven Zusammenarbeit an. Auch Silke
Lautenschläger zeigte sich beeindruckt, nachdem sie in Gesprächen mit
den Jugendlichen deren Probleme und aktuelle Lebenssituationen kennen
lernen konnte. "Kein Jugendlicher dürfe durch das Rost fallen", so ihr
Kommentar zum Schluss ihres Besuches in Hofheim.
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